 » Schulbücher» Schule & Lernen» Kinderbücher» Jugendbücher» Belletristik» Geschenkbuch» Erotik» Ratgeber» Fachbücher» Taschenbuch» weitere Rubriken» English books» Livres Francais» Spanische Literatur» Italienische Literatur» Russische Literatur» Türkische Literatur» Hörbücher» Hörspiele» Literarisches» Downloads» Unterhaltung» Dokumentation» Klassik» Hörbuch Downloads» eBooks» Kalender» Non Books & Spiele» Software |
Schnell handeln, dauerhaft helfenErdbeben oder Tsunami, Dürre oder Überschwemmung: Katastrophen zerstören in kurzer Zeit, was Menschen sich in Jahren oder gar über Generationen hinweg aufgebaut haben. Die Opfer brauchen schnelle, effektive Unterstützung. Akute Not zu lindern ist aber nur der erste Schritt der Katastrophenhilfe. Ziel ist es stets, den betroffenen Menschen Perspektiven für ein Leben ohne Hilfe zu eröffnen.
Katastrophenhilfe muss professionell organisiert werden, um etwas zu bewirken. Deshalb lässt sich die Kindernothilfe von international anerkannten Handlungsempfehlungen leiten. Die wichtigste von ihnen ist der so genannte „Code of Conduct“, den die Förderation des Internationalen Roten Kreuz und der Rote Halbmond mit führenden internationalen Nichtregierungsorganisationen 1994 aufgestellt haben. 
links: Verletzter Junge nach dem Erdbeben in Pakistan 2005 rechts: Mädchen in einem von der Kindernothilfe unterstützten Flüchtlinglager auf Sri Lanka 2004. Fotos: Jens Großmann Kinder und Jugendliche im Blick Für die Kindernothilfe stehen auch bei der Katastrophenhilfe immer junge Menschen im Mittelpunkt. Sie leiden besonders unter den Folgen von Katastrophen. Oft sind die Erwachsenen so damit beschäftigt, das Überleben der Familie zu sichern, dass sie wenig Zeit haben, sich um die seelischen Verletzungen ihrer Kinder zu kümmern. Diese können die traumatischen Erlebnisse am ehesten verarbeiten, wenn sie möglichst schnell zu einem gesicherten Umfeld und einem vertrauten Tagesablauf zurückkehren. Hier setzt die Kindernothilfe einen Schwerpunkt in ihrer humanitären Hilfe. Wo immer möglich errichten ihre Partner Schutzräume für Kinder und Jugendliche, wo sie spielen und lernen können sowie psychologisch betreut werden.
Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern Auch im Katastrophenfall arbeitet die Kindernothilfe mit erfahrenen Partnern vor Ort zusammen. Sie kennen Kultur und Menschen genau, wissen, wo die Probleme und Bedürfnisse liegen. Und: Die einheimischen Organisationen sind auch dann noch da, wenn die internationalen Hilfsorganisationen ihre Mitarbeiter längst wieder abgezogen haben. Die Nähe der Partner zu den Menschen im Katastrophengebiet schafft Vertrauen. Dank dieses Vertrauens mündet schnelle Hilfe sehr oft in eine längerfristige Entwicklungspartnerschaft. Solche Anschlussprojekte verbessern die Lebensbedingungen der Bevölkerung und bereiten sie so gut wie möglich auf eventuelle neue Katastrophen vor.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Hilfe und Mitbestimmung Humanitäre Hilfe leisten fast alle Organisationen unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Weltanschauung und Religion. Oft wird allerdings über die Köpfe der Menschen hinweg geholfen. Für die Kindernothilfe ist es selbstverständlich, dass humanitäre Hilfe ein Menschenrecht ist und dass die Unterstützung die Betroffenen niemals zu hilflosen Opfern degradiert. Diese Gefahr besteht immer dann, wenn man als Außenstehender in ein Land kommt und den Menschen, ohne Rücksicht auf die Kultur und ohne sie selbst mit einzubeziehen, helfen will. Auch in großen Katastrophen haben die Überlebenden das Recht und die Kraft, Akteure ihrer Zukunft zu sein, sie brauchen dazu Unterstützung, aber keine Bevormundung. Auch deshalb hat sich die enge Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern bewährt. Drei Formen der Hilfe Die Kindernothilfe leistet nach einer Katastrophe Hilfe in drei großen Bereichen: - Soforthilfe
- Traumabewältigung
- Wiederaufbau/ Wiederherstellung der Lebensgrundlage.
Die Soforthilfe läuft direkt nach einer Katastrophe an. Die Betroffenen bekommen Lebensmittel, Kleidung, Notunterkünfte und was sie sonst noch zum Überleben benötigen. Die psychologische Betreuung der Opfer setzt so bald wie möglich ein: Vor allem Kinder leiden stark unter den seelischen Folgen einer Katastrophe. Geschulte Mitarbeitern arbeiten gemeinsam mit den Mädchen und Jungen sie schrecklichen Erlebnisse auf. Beim Wiederaufbau ist es wichtig, nicht nur die Häuser der Menschen neu zu errichten. Ohne Schulen und Gemeindezentren können kleine Gemeinschaften nicht funktionieren. Den Text stellte uns die Kindernothilfe zur Verfügung
|
|